Kleine Reise durchs Schwabenländle

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Kleine Reise durchs Schwabenländle

Der unbekannte Nachbar: Schwabissimo

Die gleichnamige Seite von Peter Mangold ist nicht nur informativ in Bezug auf die verschiedenen Eigenarten der Schwaben und ihrer Region. Nein, sie leistet auch wirkliche Nachbarschaftshilfe.
Sprachbarrieren und Missverständnisse gehören von nun an der Vergangenheit an, denn das „schwäbisch-deutsche Wörterbuch“ hilft: Denn sagt der Schwabe zu seinem Gegenüber, ob er „Balla“ ist meint dies weder einen Ball noch eine Verunglimpfung seiner geistigen Fähigkeiten, sondern schlicht ob man einen Rausch hat. In Acht nehmen sollte man sich aber, wenn man als „Hennafiedle“ (ein ewig quasselnder Mensch) bezeichnet wird.
Übrigens bekommt man bei dem Besuch der Seite auch wirklich Appetit, denn die vorgestellten Rezepte, sind größtenteils wiederentdeckte Klassiker, neben der allseits bekannten Fädle-Suppe und den Spätzle. Kostproben der Rezepte mit den interessanten Namen sind unter anderem „Nonnenfürzla“, kleine Hefeteigbällchen, die in heißem Fett rausgebraten und anschließend mit Puderzucker bestäubt werden oder das Katzagschroi, ein Mittagssnack aus kaltem Suppenfleisch, das mit Zwiebeln angebraten und mit Ei zum stocken gebracht wird. Peter Mangold empfiehlt einen Blattsalat dazu.

Mit Selbstironie durch das Schwabenländle

Um das Thema Blattgemüse nochmals aufzugreifen: Peter Mangold stellt sich und seinen Werdegang ausführlich auf seiner Seite dar, wobei er bemerkt hat das „der (andere) Mangold“ ein recht schmackhaftes Gemüse ist, das bis zu seiner Verdrängung durch den Spinat auch in Westeuropa gern gegessen wurde.
Sehr interessant ist auch die eingehende geschichtliche Übersicht über Baden-Württemberg, von der Entstehung Badens und seine Herrscher über die Landesgschichte Württembergs bis zur Zusammenführung der beiden zu einem Bundesland.
Mit viel Witz wird auch den gängigen Vorurteilen gegenüber den Schwaben begegnet und unter der Rubrik Meedala & Eigenarten näher eingegangen. Peter Mangold, als durch und durch echter Schwabe, gibt hier auch die eine oder andere Unart seiner Lansdleute zu, die sich nie entschuldigen können oder die über die Landesgrenzen hinaus bekannte Schaffa-Fixierung. Eine weitere nette Eigenheit ist die Kehrwoche, die auf das Ende des 15. Jahrhunderts zurückgeht und die die Bewohner der Stadt zu Ordnung und Sauberkeit im häuslichen Umfeld erziehen sollte. Diese werden auch jetzt noch alljährlich begangen.
Neben dem unverkennbaren Fokus auf der schwäbischen Mundart, gibt Peter Mangold aber auch Reisetipps für die Hauptstadt Stuttgart, denn die sollte man nun, da man „den Schwaben“ besser kennt durchaus einmal besuchen: Das landschaftlich schöne Neckar-Tal, das herrliche Panorma vom Talkessel aus oder den Ausblick von Fernsehturm, auf dem der Autor selbst immer „granadamässig Schiss (hat), dass er omfälld“, aber dennoch schon zehnmal oben war.

Unser Tipp: Schwabissimo - ein bisschen Schwaben im Netz

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